1. Alles Leben wirkt nach Naturgesetzen. Uns offenbart sich das Göttliche in diesen
ewigen, ehernen Gesetzen, gegen die zu verstoßen widersinnig ist. Wir bekennen uns zu einem
Leben im Einklang mit den Naturgesetzen.
2. Kampf ist Teil des Lebens; er ist naturnotwendig alles Werden, Sein und Vergehen. Jeder
einzelne von uns wie unsere gesamte Art stehen in diesem Ringen. Wir bekennen uns zu diesem nie
endenden Lebenskampf.
3. Die Menschenarten sind verschieden in Gestalt und Wesen. Diese Verschiedenheit ist sinnvolle
Anpassung an die unterschiedlichen Naturräume. Wir bekennen uns zur Erhaltung und
Förderung unserer Menschenart als höchstem Lebensziel, denn auch sie ist eine Offenbarung
des Göttlichen.
4. Leib und Seele bilden eine Einheit. Wir bekennen uns zu gleicher Wertschätzung von beidem.
5. Unser Sein verdanken wir wesentlich Eltern und Ahnen. Wir bekennen uns zur Verehrung unserer
Ahnen und wollen ihr Andenken an kommende Geschlechter weiterreichen.
6. Die Sonne erhält alles Leben auf dieser Erde. Himmel und Erde, Tier und Pflanze, Berg und
Baum, Wind und Wasser sind uns Heimat; wir sind in die Natur eingebettet und können uns
nicht ungestraft von ihr lösen.
7. Sitte und Brauch sind Bestandteil jeder religiösen Gemeinschaft. Wir bekennen uns zum
germanischen Kulturerbe und dessen Weiterentwicklung
8. Unser Wille wird durch unser Wesen bestimmt. Es wird durch Erbanlage und Umwelt, Prägung
und Erziehung geformt. Wir bekennen uns zur Wertung des Menschen nach Haltung, Leistung und
Bewährung.
9. Schuldig kann jeder werden, schicksalsbedingt. Wir bekennen, daß Schuld alleine durch eigene
Tat und Streben zum Guten zu sühnen ist.
10. Schmerz und Leid weisen uns auf gefahren hin und sollen Abwehrkräfte von Körper und
Geist wecken. Sie bewirken Erschütterung, aber auch Gesundung. Wir bekennen uns zu Schmerz
und Leid als naturgegebene Kräfte und sehen sie nicht als Strafe irgendeiner
überirdischen Macht.
11. Ohne den Tod des Einzelwesens sind die Arten nicht lebens- und entwicklungsfähig. Wir
bekennen, daß der einzelmenschliche Tod nicht Strafe oder Erlösung aus einem angeblichen
irdischen Jammertal, sondern Voraussetzung für das künftige Gedeihen unserer Art ist.
12. Der Mensch ist unsterblich in den Nachkommen und Verwandten, die sein Erbe teilen. Nur sie
können unsere von den Ahnen erhaltenen Anlagen verkörpern. Wir bekennen, daß der
höchste Sinn unseres Daseins die reine Weitergabe unseres Lebens ist.