Lucifer an den Erzbischof von Canterbury! - Grüß Gott!
von H. P. Blavatsky

[auf der Grundlage von: "Offener Brief an die Christliche Kirche von H. P. Blavatsky",
"Theosophisches Leben", IX. Jahrgang 1906, SS. 42-49, 86-91 und 120-124,
Herausgeber: Paul Raatz, Berlin SW. 48, Wilhelmstr. 120.


Die Raatz-Übersetzung ist mangelhaft; einige stillschweigende Korrekturen,
sowie Einfügungen in geschweiften Klammern durch Ringding;
gesperrte Schrift ist hier kursiv wiedergegeben. Hervorhebungen i. O.

Originaltitel: "Lucifer to the Archbishop of Canterbury - Greetings",
"Lucifer", Vol. I, No. 4, December 1887, pp. 242-251,
http://www.theosophical.ca/ArchbishopCanterbury.htm,
Nachdruck in: "Blavatsky: Collected Writings", vol. VIII, pp. 268-283.]


Der obige Artikel ist die Übersetzung eines englischen Briefes, den Blavatsky in ihrer Zeitschrift "Lucifer" veröffentlichte. Daß der Brief ganz die rechten Gedanken brachte, geht schon daraus hervor, daß der Erzbischof von Canterbury von da an fast regelmäßig die Vortragsabende Blavatskys besuchte und sich auch selber an den Diskussionen beteiligte. {Paul Raatz}

MEIN LORD-PRIMAS VON GANZ ENGLAND,-

Wir machen von einem offenen Briefe Gebrauch, um Ihnen, Euer Gnaden, und durch Sie der ganzen Geistlichkeit und allen Christen überhaupt - die uns als die Feinde Christi ansehen - die Stellung kurz auseinanderzusetzen, welche die Theosophie dem Christentum gegenüber einnimmt. Denn die Zeit ist reif geworden.

Theosophie ist keine Religion, sondern eine Philosophie, die Religion und Wissenschaft zugleich zu vereinigen sucht; und die Hauptaufgabe der Theosophischen Gesellschaft hat bisher darin bestanden, in jeder Religion ihren eigenen Lebensgeist neu zu entfachen, was sie dadurch am besten zu tun glaubte, daß sie den Anhängern derselben half, die wahre Bedeutung der Lehren und Riten zu erfassen.

Wir Theosophen wissen, daß, je tiefer man in den Sinn der Dogmen und Zeremonien aller Religionen eindringt, ihre augenscheinliche Ähnlichkeit immer deutlicher zutage tritt, bis man schließlich ihre fundamentale Einheit erkannt hat. Diese, allen Religionen gemeinsame Grundlage ist die Theosophie – die Geheimlehre der Weltalter; verhüllt und entstellt, um dem Auffassungsvermögen der Menge und den Bedürfnissen der betreffenden Zeitepoche angepaßt zu sein, hat diese Theosophie den lebenden Kern aller Religionen gebildet.

Die Theosophische Gesellschaft hat Zweige, deren Mitglieder Buddhisten, Hindus, Mohammedaner, Parsen, Christen und Freidenker sind; und alle diese wirken als Brüder auf dem gemeinsamen Boden der Theosophie. Gerade weil die Theosophie keine Religion ist, noch auch für die Menge die Stelle einer Religion einnehmen kann, ist der Erfolg der Gesellschaft so groß gewesen, – nicht nur, was die stets anwachsende Mitgliederzahl und der sich immer weiter erstreckende Einfluß anbetrifft, sondern auch die Erfüllung der Aufgabe, die sie sich gestellt, – die Wiederbelebung reingeistigen Lebens in der Religion und die Pflege des Gefühles der
Bruderschaft unter den Menschen.

Wir Theosophen glauben, daß eine Religion ein natürliches Bedürfnis für den Menschen auf der heutigen Stufe seiner Entwicklung ist; und daß – wenn schon in seltenen Fällen Personen ohne jedes religiöse Gefühl geboren werden – eine Gemeinschaft von Menschen eine Religion,
d. h. ein vereinigendes Band haben muß, – wenn nicht sozialer Verfall und materielle Vernichtung eintreten soll. Wir glauben aber auch, daß jedes religiöse System nur ein Versuch sein kann, unserem begrenzten Begriffsvermögen, mit den Worten unserer irdischen Erfahrungen, große kosmische und spirituelle Wahrheiten kund zu tun, – Wahrheiten, die wir in unserem gewöhnlichen Alltagsbewußtsein nur fühlen, nicht aber klar schauen und verstehen; und eine Offenbarung – wenn sie überhaupt etwas offenbaren soll – muß sich doch notwendigerweise denselben irdischen Bedingungen des menschlichen Intellektes anpassen.

Eine Religion kann daher, wie wir glauben, weder unbedingt wahr, noch unbedingt falsch sein. Eine Religion ist wahr, – insofern sie den spirituellen, moralischen und intellektuellen Bedürfnissen ihrer Zeit entspricht und die Entwicklung der Menschheit in diesen Punkten fördert. Falsch ist sie, – insofern sie diese Entwickelung hemmt und dem spirituellen, moralischen und intellektuellen Teile der menschlichen Natur zuwider ist. Die erhaben transzendenten Anschauungen, die der orientalische Weise von den das Universum beherrschenden Kräften hat, wären für den afrikanischen Wilden eine ebenso falsche Religion, wie der niedrige Fetischdienst des letzteren es für den Weisen wäre; und doch müssen beide Anschauungen dem Grade nach wahr sein, denn beide stellen die höchsten Gedanken dar, welche der betreffende Mensch von denselben kosmischspirituellen Tatsachen erreichen kann, – Tatsachen, die in ihrer unverhüllten Wahrheit vom Menschen nie erkannt werden können, solange er noch Mensch bleibt.

Wir Theosophen achten daher
alle Religionen, und hegen auch für die ethischen Lehren Jesu tiefe Verehrung. Das kann gar nicht anders sein; denn diese uns überkommenen ethischen Lehren sind dieselben, wie die der Theosophie. Insofern also die moderne christliche Kirche ihren Anspruch rechtfertigen kann, die praktische Lehre Jesu zu verkünden, stimmen die Theosophen ganz mit ihr überein! Insofern sie aber diesen reinen, einfachen Lebensgrundsätzen zuwider ist, sind die Theosophen ihre Gegner.

Jeder Christ kann die "Bergpredigt" mit den Dogmen seiner Kirche vergleichen, und den Geist, der dort herrscht, mit den Prinzipien, die unsere christliche Zivilisation beleben und sein eigenes Leben regieren. Tut er dies, dann wird er darüber urteilen können, wie weit die Religion Jesu in seinem Christentum aufgeht und wie weit daher auch er und die Theosophen miteinander übereinstimmen. Gläubige Christen aber, und besonders die Geistlichen, scheuen sich, diesen Vergleich anzustellen. Gleich Kaufleuten, die ihren Bankrott vorzufinden fürchten, schrecken sie zurück vor der Aufdeckung eines Fehlers in ihren Rechnungen, – eines Fehlers, der nicht durch materiellen Ausgleich wieder gut gemacht werden könnte, da die Schulden spiritueller Natur sind.

Und doch ist ein solcher Vergleich zwischen den Lehren Jesu und den Dogmen der Kirche oft angestellt worden – sogar mit der größten kritischen Schärfe – , sowohl von solchen, die das Christentum vernichten, wie von solchen, die es reformieren wollten. Und das endgültige Ergebnis dieser Vergleiche hat, wie auch Euer Gnaden wissen, in dem Beweise bestanden, daß die Lehren der Kirchen und die Handlungen der Christen fast in jedem Punkte den
Grundsätzen Jesu direkt widersprechen.

Wir pflegen dem Buddhisten, dem Mohammedaner, dem Hindu oder dem Parsen zu sagen: "Der Weg zur Theosophie geht – für dich – durch Deine eigene Religion." Wir sagen ihnen dies, weil diese Religionen eine tiefe philosophische und esoterische Bedeutung haben, die jene Allegorien erklärt, unter denen sie dem Volke dargeboten wird. Aber den Christen können wir nicht dasselbe sagen. Die Nachfolger der Apostel haben die
Geheimlehre Jesu nicht fortüberliefert, jene "Mysterien des Königreichs", welche kennen zu lernen allein den Aposteln gegeben war.*)

*) Mark. IV, II; Matth. XIII, 11; Luk. VIII, 10.

Diese Geheimlehren sind unterdrückt, sind beseitigt, vernichtet worden. Was die Zeiten überdauert hat, sind nur die Maximen, die Parabeln, Allegorien und Fabeln, die Jesus nur für die geistig Tauben und Blinden bestimmt hat und deren Bedeutung erst später der Welt enthüllt werden sollte, – Fabeln, welche die Kirche von heutzutage entweder wörtlich nimmt oder gemäß den Phantasien ihrer Kirchenväter erklärt. In beiden Fällen aber sind diese Fabeln gleich abgeschnittenen Blüten: sie sind getrennt von der Pflanze, an der sie wuchsen, und von der Wurzel, aus der diese Pflanze ihr Leben zog.

Wollten wir daher – wie den Anhängern anderer Glaubensbekenntnisse – so auch den Christen Mut einsprechen, ihre eigene Religion für sich zu studieren, so wäre die Folge davon – keine Erkenntnis der Bedeutung der Mysterien, – sondern entweder die Wiederbelebung mittelalterlichen Aberglaubens und Unduldsamkeit, verbunden mit einem wilden Ausbruch bloßen Lippenglaubens, wie er sich schon jetzt zeigt, in den 239 protestantischen Sekten, die sich allein in England gebildet haben, – oder aber ein gewaltiges Anwachsen des Skeptizismus, denn das Christentum hat keine esoterische Grundlage, die den Christen bekannt wäre. Selbst Sie, Herr Erzbischof, müssen schmerzlich zugestehen, daß Sie nicht mehr von diesen "Mysterien des Königreichs" wissen, als das einfachste, ungebildetste Mitglied Ihrer Kirche.

Verständlicherweise haben wir Theosophen daher nichts zu sagen gegen die Politik der Römischkatholischen Kirche, die eine eigenhändige Beschäftigung mit den christlichen Dogmen verbietet, oder gegen die Politik der protestantischen Kirchen, die von einer solchen Beschäftigung abraten. Mit ihren gegenwärtigen Gedanken und Anschauungen sind gläubige Christen nicht imstande, mit Aussicht auf guten Erfolg, eine kritische Prüfung ihres Glaubens zu unternehmen.

Das unentrinnbare Ergebnis würde mehr eine Paralysierung, als eine Stimulierung ihrer schlafenden religiösen Gefühle sein; denn Bibelkritik und vergleichende Mythologie haben – wenigstens für jene, die kein verhülltes Interesse an der Aufrechterhaltung des orthodoxen Glaubens nähren, – haben unwiderruflich gezeigt, daß die christliche Religion von heutzutage ein bloßes Konglomerat ist aus den Schalen des Judentums, den Abfällen des Heidentums und den unverdauten Überresten des Gnostizismus und Neuplatonismus.

Diese seltsame Hülle, die sich langsam um die überlieferten Aussprüche (λόγια) Jesu legte, hat jetzt – nach Jahrhunderten – begonnen, sich aufzulösen, abzufallen von den reinen prächtigen Perlen theosophischer Wahrheit, die sie so lange verborgen halte, doch weder entstellen noch vernichten konnte. Die Theosophie bewahrt nicht nur diese kostbaren Perlen vor dem gleichen Untergange, der dem Unrat droht, in dem sie solange eingebettet gelegen haben, sondern sie rettet auch diesen Unrat selbst vor gänzlicher Vernichtung. Sie zeigt, daß das Ergebnis der Bibelkritik keineswegs die letzte Analyse des Christentums bedeute, da jedes dieser Stücke, die das bunte Mosaik der kirchlichen Lehre ausmachen, einst einer Religion angehörte, die eine esoterische Bedeutung hatte. Nur wenn diese Stücke an ihren ursprünglichen Platz zurückversetzt werden, kann ihre geheime Bedeutung erkannt, kann der wahre Sinn der christlichen Dogmen verstanden werden.

Das allerdings erfordert ein genaues Wissen über die Geheimlehre, wie sie in der esoterischen Grundlage anderer Religionen vorhanden ist; dieses Wissen aber befindet sich nicht in den Händen der Geistlichkeit, denn die Kirche hat die Schlüssel dazu verborgen und seitdem verloren.

Euer Gnaden werden jetzt verstehen, weshalb die Theosophische Gesellschaft als einen ihrer "Zwecke" das Studium jener östlichen Religionen und Philosophien gewählt hat, die eine solche Flut von Licht auf die tiefere Bedeutung des Christentums werfen. Auch werden Sie hoffentlich verstehen, daß wir damit nicht als die Feinde, sondern als die Freunde der von Jesus verkündeten Religion – des wahren Christentums – handeln. Denn nur durch das Studium dieser Religionen und Philosophien können die Christen ihren eigenen Glauben verstehen, können sie den verborgenen Sinn der Parabeln und Allegorien erkennen, die der Nazarener den Geistig-Blinden von Judäa erzählte und welche die Kirchen von heutzutage entweder als Tatsachen oder als Phantasien auffassen, wodurch sie auch die Lehren Jesu lächerlich oder verachtet machen und das Christentum in die Gefahr völligen Unterganges bringen, – unterminiert, wie es heute schon ist durch historische Kritik und mythologische Nachforschungen, gebrochen durch den Schmiedehammer der modernen Wissenschaft.

Dürfen wir Theosophen also von den Christen als ihre Feinde angesehen werden, weil wir glauben, daß die ganze orthodoxe Kirche der Religion Jesu geradezu widerspricht, und weil wir den Mut haben, den Kirchen zu sagen, daß sie Verräter sind jenes
Meisters, den sie zu verehren vorgeben? Sicherlich nicht!

Die Theosophen wissen, daß derselbe Geist, der die Worte Jesu belebte, in den Herzen der Christen ebenso verborgen liegt, wie in den Herzen überhaupt aller Menschen. Ihr Hauptgrundsatz ist die Bruderschaft der Menschen untereinander, – eine Bruderschaft, deren endgültige Verwirklichung nur durch jenes Prinzip ermöglicht wird, das lange vor den Tagen Jesu als der "Christus-Geist" bekannt war. Dieses Prinzip ist – schlummernd – schon jetzt in allen Menschen vorhanden, und es wird zur Tätigkeit erwachen, wenn die Menschen nicht länger verhindert werden, einander zu verstehen, zu würdigen und lieb zu gewinnen, – verhindert werden durch die Schranken von Haß und Streit, die von den Priestern und Fürsten errichtet wurden.

Wir wissen, daß Christen in ihrem Leben häufig über ihr Christentum hinauswachsen. Alle Kirchen besitzen viele edle, aufopferungsfähige und tugendhafte Männer und Frauen, die darnach dürsten, Gutes zu tun, je nach ihrem Lichte und ihren Fähigkeiten, und die nach höheren Dingen streben als die irdischen – wahre Nachfolger Jesu trotz ihres Christentums. Für solche hegt der Theosoph die größte Achtung; denn nur ein Theosoph oder ein Mensch von Ihrer Feinfühligkeit und theologischen Wissens, Euer Gnaden, kann die schier unüberwindlichen Schwierigkeiten ermessen, mit denen der zarte Sproß natürlicher Frömmigkeit zu kämpfen hat, wenn er versucht, feste Wurzel zu fassen in dem harten Boden unserer christlichen Zivilisation, aufzublühen in der kalten, unfruchtbaren Luft der Theologie.

Wie schwer z. B. muß es doch sein, einen solchen Gott zu "lieben", wie er an einer wohlbekannten Stelle von Herbert Spencer geschildert wird: "Die Grausamkeit eines Fidschi-Gottes, der beim Verschlingen der Seelen von Toten diesen Seelen wohl Martern zufügen mag, ist nur klein gegen die Grausamkeit eines Gottes, der die Menschen zu ewigen Höllenqualen verdammt..... Den Nachkommen Adams Hunderte von Generationen hindurch schreckliche Strafen aufzuerlegen für eine Sünde, die sie gar nicht begangen haben; alle Menschen zu verdammen, welche sich nicht die verheißene Art und Weise der Sündenvergebung, – von der die meisten Menschen überhaupt gar nichts gehört haben, – zunutze machen; die Menschen wiederzugewinnen suchen durch Opferung eines vollkommen unschuldigen Sohnes – das sind Taten, die einem menschlichen Herrscher beim Volke Gefühle der Wut und des Abscheues erwecken würden.“*)


"Religion: A Retrospect and a Prospect." {in: Nineteenth Century, Vol. XV, No. 83, January 1884.}

Euer Gnaden werden zweifellos erwidern, daß Jesus nie einen solchen Gott verkündete. Genau dasselbe sagen auch wir Theosophen. Doch ist das der Gott, wie er in der Canterbury- Kathedrale durch Sie, mein Lord-Primas von England, offiziell verehrt wird; und Euer Gnaden werden mir sicher zugeben, daß in der Tat ein göttlicher Funken religiöser Intuition in den Herzen von Menschen glimmen muß, die so fest dem tödlichen Gifte einer solchen Theologie zu widerstehen vermögen.

Wenn Euer Gnaden sich die heutige Welt ansehen, so werden Sie eine christliche Zivilisation erblicken, deren äußeres Kennzeichen ein erbarmungsloser Kampf des einen Menschen gegen den andern ist. Ein wissenschaftliches und ökonomisches Axiom ist es heutzutage geworden, daß ein Fortschritt nur durch den Kampf ums Dasein und das Überleben der Tauglichsten erreicht wird; und die Tauglichsten, die in dieser christlichen Zivilisation zu überleben bestimmt sind, sind nicht etwa diejenigen Menschen, die jene Eigenschaften besitzen, welche von jedem Zeitalter für die besten gehalten wurden, – nicht die Edelmütigen, die Frommen, die Vergebenden, die Demütigen, die Wahrhaften, die Ehrlichen und die Gütigen –, sondern gerade diejenigen, die es am weitesten bringen in der Selbstsucht, im Betruge, in der brutalen Gewalt, in der Gewissenlosigkeit, der Grausamkeit und der Habsucht.

Die spirituell und altruistisch Veranlagten sind die "Schwachen", welche die das Universum beherrschenden "Gesetze" den Egoisten und materiell Veranlagten – den "Starken" – zum Fressen gegeben haben. "Macht ist Recht", das ist das letzte Wort der Ethik des 19. Jahrhunderts; die ganze Welt ist ein einziges großes Schlachtfeld geworden, auf das die "Tauglichsten" gleich Geiern herabgeflogen kommen, Augen und Herzen derer herauszureißen, die in der Schlacht gefallen sind.

Macht die Religion diesem Kampfe ein Ende? Jagen die Kirchen die Geier weg, oder nehmen sie sich der Verwundeten und Sterbenden an? Nicht eine Feder wiegt die Religion in unserer heutigen Welt, wenn weltlicher Vorteil und selbstsüchtige Freuden in die andere Wagschale gelegt werden; und die Kirchen vermögen das religiöse Bewußtsein der Menschen nicht wieder zu beleben, denn ihre Gedanken, ihr Wissen, ihre Arbeitsweise und ihre Beweismittel sind veraltet. Mein Lord-Primas, Ihr Christentum ist um fünfhundert Jahre hinter der heutigen Welt zurück.

So lange die Menschen sich darum stritten, ob dieser oder jener Gott der wahre sei, und ob die Seele nach dem Tode in diesen oder jenen Ort fahre, verstand der Klerus die Frage, und wußte seine Macht geltend zu machen – durch Syllogismus oder Folter, wie es die Umstände gerade erforderten; jetzt aber wird die Existenz eines solchen Wesens, wie Gott es ist, überhaupt in Frage gestellt oder geleugnet.

Die Wissenschaft stellt immer neue Theorien über das Universum auf, die das Vorhandensein irgend eines göttlichen Geistes hartnäckig verwerfen; Moralisten nehmen in ihren Theorien der Ethik und des sozialen Lebens die Nicht-Existenz eines zukünftigen Lebens für bewiesen an; in der Physik, der Psychologie, Jura und Medizin darf ein Lehrer, der sich Gehör verschaffen will, auch nicht eine Silbe verlieren über eine Vorsehung oder eine Seele.

Die Welt ist immer mehr davon überzeugt, daß Gott nur eine mythische Erfindung ist, die keine tatsächliche Grundlage hat; sie ist immer mehr davon überzeugt, daß der unsterbliche Teil des Menschen nur der törichte Traum unwissender Weisen ist, – ein Traum, der durch die Lügen und Betrügereien der Priester aufgegriffen wurde, die ja nur Nutzen davon haben, wenn sie den Menschen die Furcht einflößen, ihr mythischer Gott werde ihre eingebildeten Seelen in einer sagenhaften Hölle bis in alle Ewigkeit auf die grausigste Weise foltern. All diesen Dingen steht der Klerus heutzutage taub und machtlos gegenüber. Die einzige Antwort, die die Kirche auf diese "Einwendungen" zu geben wußte, waren Folter und Scheiterhaufen; jetzt aber kann sie dieses System nicht mehr anwenden.

Wenn der Gott und die Seele – wie sie von den Kirchen gelehrt werden – nur eingebildete Wesen sind, dann ist auch die christliche Erlösungs- und Verdammungs-Theorie bloßer Schall und Rauch, und wurde durch eine Art hypnotischer Suggestionen, Generationen von "hysterischen" Personen gewaltsam aufgedrängt. Welche Entgegnung haben Sie auf eine derartige Annahme außer einer neuen Flut von Suggestionen? Wie versuchen Sie den Menschen zu seinem alten Glauben zurückzuführen als dadurch, daß Sie seine alten Sitten wiederbeleben? "Erbaut mehr Kirchen, sagt mehr Gebete, errichtet mehr Missionsanstalten, und euer Glaube an eine Erlösung und Verdammung wird wieder belebt werden, und ein erneuter Glaube an Gott und die Seele wird das notwendige Ergebnis sein." Das ist die Politik der Kirchen und ihre einzige Antwort auf den Agnostizismus und Materialismus.

Aber Euer Gnaden müssen daran denken, daß man den Angriffen der modernen Wissenschaft mit Waffen wie versichernden Suggestionen und Hinweisen auf alte Sitten nicht begegnen kann. Da könnte man ebenso gut auf eine Schar geladener Kanonen losgehen. Indessen – je mehr der Fortschritt der Gedanken und das Anwachsen des Wissens die populäre Theologie unterminieren, desto näher bringt jede wissenschaftliche Entdeckung, jede neue Eingebung europäischen Geistes unser Jahrhundert den Ideen des Göttlichen und Spirituellen, die allen esoterischen Religionen und der Theosophie bekannt sind.

Die Kirche behauptet, daß das Christentum die einzige wahre Religion ist, und diese Behauptung schließt zweierlei in sich: Erstens, daß das Christentum eine wahre Religion ist, und zweitens, daß es keine andere wahre Religion gibt außer dem Christentum.

Die Christen scheinen garnicht daran zu denken, daß Gott und Geist in irgendeiner andern Form enthalten sein könnte, als in den von ihrer Kirche überlieferten Lehren. Der Wilde nennt den Missionar einen Atheisten, weil er keinen Götzen in seiner Tasche trägt; und der Missionar seinerseits nennt jeden einen Atheisten, der nicht einen Götzen in seinem Gemüte trägt; und weder der Wilde noch der Christ scheinen zu ahnen, daß es eine höhere Idee als ihre eigene von der großen verborgenen Kraft geben könne, die das Universum beherrscht, – eine Idee, die den Namen "Gott" weit eher zu tragen verdiente.

Zweifelhaft bleibt es, ob die Kirchen sich mehr Mühe geben, zu beweisen, daß das Christentum "wahr" oder daß jede andere Religion "falsch" ist; und die Folgen dieser Handlungsweise sind schreckliche. Wenn jemand den Glauben an Dogmen ablegt, so wähnt er, das religiöse Gefühl auch abgelegt zu haben. Er schließt daraus, daß Religion für das menschliche Leben überflüssig sei, daß die Beschäftigung mit der Religion Kraftverschwendung sei und daß diese Kraft besser in dem Kampf ums Dasein angewendet werden sollte.

Der Materialismus unseres Zeitalters ist daher die direkte Folge der christlichen Lehre, daß es keine herrschende Kraft im Universum und keinen unsterblichen Geist im Menschen gebe, als die in den christlichen Dogmen verkündeten. Der Atheist, Euer Gnaden, ist der Bastard-Sohn der christlichen Kirche.
Aber das ist noch nicht alles!

Die Kirchen haben den Menschen keinen andern hohem Grund gelehrt, weswegen sie gerecht und gütig und wahr sein sollten, als die Hoffnung auf Vergeltung und die Furcht vor Bestrafung; und wenn nun die Menschen nicht mehr – wie von ihnen verlangt – an die Ungerechtigkeit und Launenhaftigkeit Gottes glauben wollen, so sind die Grundlagen ihrer Moral untergraben. Sie haben selbst keine natürliche Moral, an die sie sich anlehnen könnten, denn das Christentum hat sie dieselbe verachten gelehrt, wegen der natürlichen Sündhaftigkeit des Menschen. Selbstinteresse wird so der einzige Beweggrund zum Handeln; die Furcht entdeckt zu werden, wird das einzige Abschreckungsmittel vor dem Laster.

Mit Bezug auf die Moral, auf Gott und auf die Seele drängt also das Christentum den Menschen fort von dem Pfade, der zum Wissen führt und stürzt ihn in den Abgrund des Unglaubens, des Pessimismus und des Lasters. Bei der Kirche wird der Mensch zu aller letzt Rettung suchen vor den Leiden des Lebens; denn er weiß, daß weder das Bauen von Kirchen, noch das Wiederholen von Litaneien die Kräfte der Natur beeinflussen kann, – er ahnt instinktiv, daß die Kirche, seitdem sie nach dem Nützlichkeits-Prinzipe zu handeln begonnen, ihre Macht verloren habe, die Herzen der Menschen rühren zu können, daß sie jetzt nur noch auf der äußeren Ebene wirken kann, als die Stütze der Polizei und der Politiker.

Der Zweck der Religion liegt darin, die Menschheit zu ermutigen in ihrem lebenslangen Kampfe mit der Sünde und dem Leide. Das kann sie nur tun, wenn sie den Menschen hohe Ideale gibt für ein glücklicheres Leben nach dem Tode und ein würdigeres Leben auf Erden, – zwei Dinge, die beide durch bewußte Anstrengung erreicht werden können.

Was die Menschen von heutzutage nötig haben, ist eine Kirche, die ihnen eine Gottheit oder eine unsterbliche Seele im Menschen anbieten kann, die auf einer Stufe mit der Gedankenhöhe der Zeit stehen. Das dogmatische Christentum ist nichts für eine Welt, die zu denken anfängt; und nur derjenige, der sich in Gedanken dem Mittelalter anpaßt, kann eine Kirche schätzen, deren religiöse – von ihrer sozialen und politischen zu trennende – Aufgabe darin besteht, Gott in guter Stimmung zu erhalten, während die Laien ihn erzürnen, ferner für Witterungswechsel zu beten, und bei Gelegenheit dem Allmächtigen zu danken, daß er geholfen hat, die Feinde hinzuschlachten.

Keine "Medizin-Männer", sondern geistige Führer brauchen die Menschen von heutzutage, – einen "Klerus", der ihnen Ideale gibt, die für den Intellekt dieser Zeit passend sind, so, wie der christliche Gott und Teufel, Himmel und Hölle es waren für Zeiten dunkler Unwissenheit und Aberglaubens.

Und vermag nun der christliche Klerus diese Aufgabe zu erfüllen?

Das Elend, das Laster, das Verbrechen, die Selbstsucht, die Brutalität, der Mangel an Selbstachtung und Selbstbeherrschung, der unsere moderne Civilisation kennzeichnet, – sie alle vereinen ihre Stimmen in einen einzigen gellenden Schrei und entgegnen:
Nein!

Was mag wohl die Reaktion gegen den Materialismus bedeuten, deren Vorzeichen wir von den Höhen nicht allzu ferner Tage herleuchten sehen? Die Welt ist überdrüssig geworden des Dogmatismus’, der Anmaßung, der Selbstzufriedenheit und der spirituellen Blindheit der modernen Wissenschaft, – derselben modernen Wissenschaft, der man noch gestern zujubelte als der Befreierin von religiöser Bigotterie und christlichem Aberglauben, die jedoch, wie der Teufel in der Mönchslegende, als Preis für ihre Dienste die Aufopferung der unsterblichen Seele des Menschen fordert.

Und was tun die Kirchen inzwischen? Sie schlafen einen süßen Schlaf auf vergilbten Lorbeerblättern und träumen von sozialem und politischem Einfluß, während die Welt, das Fleisch und der Teufel sich ihre Losungsworte, ihre Wunder, ihre Beweise und ihren blinden Glauben aneignen. Die Spiritualisten – o Kirchen Christi – haben das Feuer von euren Altären gestohlen, um ihre Seance-Zimmer damit zu erhellen; die Heilsarmee hat euch den Wein des Sakramentes genommen und macht sich geistig trunken auf den Straßen; der Ungläubige hat die Waffen gestohlen, mit denen ihr ihn einst unterworfen, und ruft euch triumphierend zu: "Was ihr anstrebt, ist tausendmal vor euch gesagt worden."

Hat der Klerus je eine gleich günstige Gelegenheit gehabt? Die Trauben am Weinberge sind reif geworden; nur die geeigneten Arbeiter sind nötig, um sie zu sammeln. Wäre die Kirche imstande, von der Stufe des modernen intellektuellen Denkers aus, es irgendwie wahrscheinlich zu machen, daß die Gottheit – der unsterbliche Geist im Menschen – eine tatsächliche Existenz in der Natur habe, würden dann die Menschen ihr nicht zujubeln als der Retterin aus Pessimismus und Verzweiflung, aus den wahnsinnigen, verrohenden Gedanken, daß keine andere Bestimmung des Menschen harrt, als ein ewiges Nichts, nach einigen wenigen Jahren bitterer Arbeit und Entbehrung, – als der Retterin aus dem wilden Kampfe um materielle Vergnügen und weltliche Erfolge, der daraus entstanden ist, daß man dieses sterbliche Leben als das Ein-und-Alles des Daseins angesehen hat?

Aber die Kirchen haben weder das Wissen noch den Glauben, um die Welt zu retten, – auch die evangelischen Kirchen nicht….

Seit mehreren Jahrhunderten haben die evangelischen Kirchen*) die schwierige Aufgabe versucht, nach zwei Richtungen zugleich heiß und kalt auszublasen – indem sie den Katholiken zurufen: "Gebraucht eure Vernunft!" und den Skeptikern: "Glaubt!" Nur dadurch, daß sie die Kraft ihres zweiseitigen Blasens im Gleichgewicht hielten, haben sie es so lange hindern können, von dem Zaune zu fallen. Jetzt aber gibt der Zaun selber nach. Man redet von schlechter Grundlage und ebenso schlechtem Aufbau desselben. Und worauf berufen sich nun die Kirchen? Auf ihre Nützlichkeit!
Nützlich ist es allerdings, eine Zahl feiner, moralischer, weltentsagenden Menschen in allen

*) Blavatsky nennt hier nur die "englische Kirche"; da jedoch ihre Worte auch von den andern evangelischen Kirchen gelten, so habe ich diese dafür eingesetzt. {Paul Raatz}

Ländern zu haben, welche die Welt den Namen Religion nicht ganz vergessen lassen und als Mittelpunkt brüderlicher Arbeit wirken. Aber heutzutage handelt es sich nicht mehr darum, Gebete zu wiederholen und den Armen Almosen zu geben – wie vor fünfhundert Jahren. Die Menschen sind älter geworden und haben ihr Denken und die Richtung ihrer sozialen, privaten und sogar spirituellen Angelegenheiten in ihre eigene Hand genommen, denn sie haben einsehen gelernt, daß die Priester nicht mehr über die "himmlischen Dinge" wissen, als sie selber.

Aber die evangelischen Kirchen – so sagt man – sind so tolerant geworden, daß jedermann sie aufrecht erhalten müßte. Diese herrliche Toleranz jedoch heißt weiter nichts, als daß die Kirchen sich zu einer Art Jahrmarkt gemacht haben, wo jeder seine eigene Bude errichten, seine eigene Vorstellung geben kann, wenn er nur mithilft im Bestreiten der Ausgaben. Toleranz und Freiheit sind unvereinbar mit den Lehren einer Kirche, die an eine göttliche Verdammung glaubt, und ihr Erscheinen mehr das Zeichen nahender Auflösung, als erneuten Lebens.

Ebensowenig gelingt es der Kirche, durch Kirchenbauten über ihren wahren Zustand hinwegzutäuschen. Wären Kirchenbauten der Maßstab religiösen Gefühls, – in welch’ frommem Zeitalter würden wir dann leben! Nie ist das Dogma herrlicher und kostbarer untergebracht gewesen, als heutzutage; während menschliche Wesen zu Tausenden in den Straßen schlafen müssen und buchstäblich verhungern müssen in den Schatten jener majestätischen Bauten, die errichtet wurden im Namen dessen, der nicht hatte, wo er sein Haupt hinlegen sollte.

Hat vielleicht Jesus gelehrt, daß Religion nicht in den Herzen der Menschen liege, sondern in Tempeln, die mit Händen gemacht wurden? Doch gleichviel! Wären auch die Kirchen hundertfach vermehrt und wäre jeder Priester eine Sonne voller Menschenliebe, – die Kirche täte doch nur das Werk, das die Armen von ihren Mitmenschen erwarten, nicht aber von ihren geistigen Lehrern. Nur noch deutlicher würde die spirituelle Unfruchtbarkeit der kirchlichen Dogmen hervortreten.

Die Zeiten nahen, da der Klerus Rechenschaft wird ablegen müssen für seine Verwalterdienste. Sind Sie vorbereitet, mein Lord-Primas, IHREM MEISTER zu erklären, weshalb Sie Seinen Kindern Steine gaben, als sie um Brot flehten? Sie lächeln in Ihrer scheinbaren Sicherheit. Die Diener haben im innersten Hause des Herrn so lange schon frohen Karneval gefeiert, daß sie glauben, er werde nimmer wiederkehren. Er aber sagte, er werde kommen wie ein
Dieb in der Nacht. Und siehe! Er kommt schon in den Herzen der Menschen! Er kommt, Besitz zu ergreifen von dem Königreich seines Vaters – dort, wo allein dieses Königreich ist. Die Priester aber kennen ihn nicht!
Wären die Kirchen nicht selber mit fortgerissen worden in der Flut des Materialismus und der Verwirrung, welche über die ganze Gesellschaft hereingebrochen ist, – sie müßten den schnell emporwachsenden Keim des Christus-Geistes in den Herzen von Tausenden erkennen, die sie jetzt als Ungläubige und Wahnsinnige verschreien. Sie würden dort denselben Geist der Liebe, der Selbstaufopferung, des ungeheuren Mitleids mit der Unwissenheit und den Leiden der Welt erkennen, der schon in all seiner Reinheit im Herzen Jesu geleuchtet hatte – so wie er auch schon in den Herzen anderer heiligen Reformatoren in anderen Zeiten gewesen; jenen Geist, der das Licht aller wahren Religion ist, – die Fackel, in deren Schein die Theosophen aller Zeiten den schmalen Pfad entlang geschritten sind, der zur Erlösung führt, - den Pfad, den der
CHRISTOS, der Geist der Wahrheit, in jedem Menschen wandeln muß!

Hiermit, mein Lord-Primas, haben wir Ihnen nun respektvoll die Hauptpunkte dargelegt, in denen die Theosophie und die christlichen Kirchen sich unterscheiden und auseinandergehen, und haben Ihnen von der Einheit der Theosophie und den Lehren Christi gesagt. Sie haben unser Glaubensbekenntnis gehört, Sie haben vernommen, welche Klagen und Anklagen wir gegen das dogmatische Christentum erheben. Wir – eine Handvoll armseliger Menschen, die weder Reichtum noch weltliche Macht besitzen, doch stark im Wissen sind, – wir haben uns zusammengeschlossen, in der Hoffnung, jenes Werk beenden zu können, das, wie Sie sagen, Ihr MEISTER Ihnen zuerteilt hat, das aber so völlig vernachlässigt wird von diesem überreichen, mächtigen Koloß – der christlichen Kirche.

Werden Sie das Anmaßung nennen, fragen wir uns? Oder werden Sie es wagen, in diesem Land der freien Rede und freien Betätigung, uns keine andere Anerkennung zugestehen als das gewöhnliche
Anathema, das die Kirche für jeden Reformator bereithält? Oder drüfen wir hoffen, daß die bitteren Lektionen der Erfahrung, die sich die Kirche mit dieser Politik in der Vergangenheit geleistet hat, die Herzen verändert und das Verständnis ihrer Herrscher erhellt hat; und daß das kommende Jahr, 1888, Zeuge davon wird, daß uns die Christen ihre Hand ausstrecken Kameradschaft und gutem Willen? Das wäre nur die gerechte Anerkennung, daß der verhältnismäßig kleine Körper der Theosophischen Gesellschaft kein Vorkämpfer des Antichristen ist, sondern der Helfer, vielleicht der Erlöser des Christentums, und daß er keine andere Arbeit tun will, als die, welche Jesus – ebenso wie Buddha und die übrigen "Söhne Gottes", die vor ihm vorangingen, – allen seinen Nachfolgern auferlegt hat, die jedoch die Kirchen, weil sie dogmatisch geworden wird, vollkommen unfähig geworden sind zu erfüllen.

http://www.bernd-schubert.de/nachgedacht/lucifer.html
Copyright © 2003 Andreas Böttcher Daten-Web Kontakt-Info