Nun kommt man der Sozialdemokratie richtig auf die Schliche,
was diese für das Deutsche Volk denn 14 Jahre lang
als "Volksvertreter" wirklich getan haben:


… Sozialdemokratische Stadträte, die bisher in Wohlleben geglänzt hatten, vertauschten ihren Sessel im Rathaus mit dem Konzentrationslager, da sie bis über den Hals in Korruption staken. Es kam vor, das ganze Magistrate das Durchgangsstadium des Konzentrationslagers durchmachen mußten, bis sie, von den Gerichten verurteilt, endlich hinter Gefängnismauern landeten. Minister und Präsidenten, Landräte und Bürgermeister - es gab kaum einen Hochheitsbeamten des alten Systems, keiner Gemeinde, keiner Behörde, dem nicht Korruption nachgewiesen werden konnte, von der Verwendung von Millionen öffentlicher Gelder für Parteizwecke bis zum ordinären Landstreicherbetrug. Der ganze Staat der Liberalisten und Marxisten war bis ins Mark verfault, und wo sie saßen, ob in den Krankenkassen oder beim Rundfunk, ob in Siedlungsgesellschaften oder bei den Sparkassenverbänden oder Banken, überall hinterließen sie einen Sumpf der Korruption und sittlichen Pestilenz. Die Nationalsozialisten betrachteten es als eine Hauptaufgabe, die Korruptionen restlos aufzudecken und auszurotten. Göring fand scharfe Worte gegen Verwahrlosung und Vetternwirtschaft, und Kerrl richtete im preußischen Justizministerium am 4. April ein besonderes Dezernat zur Bekämpfung der Korruption ein, bei den Gerichten wurden besondere Staatsanwälte beauftragt, sich nur mit der Aufklärung und Verfolgung von Korruptionsdingen zu befassen. Solch eine Last von Wust und Schmerz war aus der Welt zu räumen!
Am 25. März erklärte Göring ausländischen Pressevertretern, daß die sozialdemokratische Presse in Deutschland solange nicht erscheinen dürfe, wie die marxistischen Zeitungen des Auslandes ihre Angriffe gegen die Regierung Hitler fortsetzten. …

… Die todmatte sozialdemokratische Partei, auf die Tag für Tag die unerbittlichen Schläge der Regierung sausten, diese Sozialdemokraten, deren führende Größen entweder ins Ausland geflüchtet waren oder im Konzentrationslager saßen oder sich aus Angst ihres schlechten Gewissens in den Gefängniszellen erhängten, diese Partei, deren größte Schreier in Parlamenten und Öffentlichkeit jetzt kampflos kapitulierten, - diese Partei war reif zum Verschwinden. Unaufhaltsam lösten sich die Organisationen der Partei auf. Die Mitglieder traten aus der Partei aus oder weigerten sich, Beiträge zu bezahlen. Die Zeitungen, die keine Betriebsmittel mehr hatten, gingen in Konkurs. Im Reichstag wie in den Länderparlamenten legten die sozialdemokratischen Abgeordneten in großer Zahl ihre Mandate nieder In Braunschweig verzichtete die sozialdemokratische Partei Mitte April auf die Einrichtung von Wahlvorschlägen für die Parlamente in Stadt und Land. …

… Zwei Momente veranlaßten die Regierung des Reiches, auch der immer mehr zusammenschrumpfenden Sozialdemokratie das Lebenslicht schließlich auszublasen:
Die Feststellung der Tatsache , daß die Gewerkschaften millionenweise die Arbeitergroschen den sozialdemokratischen Bonzen überliefert hatten, und die andere Tatsache, daß die sozialdemokratischen Führer im Auslande mit allen Mitteln gegen Deutschland hetzten.
Es war ganz natürlich, daß bei Funktionären und Ministern der Sozialdemokratie Haussuchungen gemacht wurden. In Severings Wohnung in Bielefeld fand man Mitte Mai 55000 Mark, marxistisches Propagandamaterial und viele Akten. Einer nach dem anderen von den Sozialdemokraten mußte den Weg ins Konzentrationslager antreten, so Ende Juni der frühere sozialdemokratische Reichstagspräsident Löbe, eine Woche später der ehemalige sozialdemokratische Reichskanzler Braun, weil er Millionenbetrügereien mit Hauszinssteuer begangen hatte. Auch Künstler, Heilmann, Ebert, betrügerische Rundfunkleiter, fast alle sozialdemokratischen Größen fanden sich im Laufe der Zeit im Konzentrationslager wieder. …

Die Dienstordnung im Konzentrationslager Oranienburg
Dienstordnung
½ 6 Uhr
Wecken
½ 6 - 6 Uhr
Betten machen
6 Uhr
Antreten
6 - ½ 7 Uhr
Entgasung - Entlüftung
½ 7 - 7 Uhr
Waschen - anziehen
7 - ½ 8 Uhr
Kaffee
½ 8 - ½ 1 Uhr
Arbeitsdienst
½ 1 Uhr
Essen
- ½ 2 Uhr
Ruhe
½ 2 - 4 Uhr
Exerzieren etc.
4 - ½ 6 Uhr
Sport
7 Uhr
Essen
½ 9 Uhr
Locken
9 Uhr
Zapfenstreich


Quelle: Geschichte unserer Zeit von Dr. Karl Siegmar, Baron von Galera, Band 7, Nationale Verlagsgesellschaft mbH Leipzig

wird fortgesetzt

Reichstag - 2.Sitzung, Donnerstag den 23.März 1933

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