Der NPD-Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx forderte heute die Einschaltung des
Generalstaatsanwalts von Sachsen in die Ermittlungen zum Tod von Uwe Leichsenring.
Von einem Mitarbeiter eines Abgeordneten wurde am heutigen Tag eine Tüte mit
Gegenständen vom Unfallort übergeben, die eigentlich von den Ermittlern hätten
sichergestellt werden müssen. Darunter befindet sich u.a. auch eine Tachometerscheibe.
Aus dieser Tatsache ergibt sich für die NPD-Fraktion die Frage, ob die bisherigen Ermittlungen
mit der nötigen Sorgfalt geführt wurden.
Verwunderlich ist aus Sicht der Nationaldemokraten auch, daß bisher so gut wie keine
Zeugenaussagen vorliegen, obwohl von einem Überholvorgang aus einer Autokolonne heraus
berichtet wurde. Es ist sehr merkwürdig, daß durch den schweren Unfall nicht weitere
Fahrzeuge beschädigt sein sollen.
Im Mai 2005 wurden die Radmuttern am Auto der Brandenburgischen DVU-Fraktionsvorsitzenden Liane
Hesselbarth von unbekannten Tätern gelockert, was zu einem ähnlich schweren Unfall wie
bei Herrn Leichsenring hätte führen können. Auch aufgrund der Tatsache, daß
auf das Fahrzeug von Uwe Leichsenring bereits in der Vergangenheit heimtückische
Anschläge verübt worden waren, macht es sich nach Ansicht der NPD-Fraktion
erforderlich, daß sich die Generalstaatsanwaltschaft einschaltet.