Holger Apfel weist angebliche Bedrohung entschieden zurück
In einem Schreiben an Landtagspräsident Erich Iltgen, das der Fraktion vorliegt, hat
heute auch der Landtagsabgeordnete Jürgen Schön seinen Austritt aus Partei und
Fraktion erklärt.
Der Fraktionsvorsitzende Holger Apfel erklärte dazu:
"Aus falsch verstandener Nibelungentreue war Jürgen Schön offenbar der Ansicht,
mit seinen Kollegen Schmidt und Baier solidarisch sein zu müssen. Alle drei arbeiteten
seit mehreren Jahren eng zusammen. Für unsere Fraktion ist der Austritt von Herrn Schön
eine menschliche Enttäuschung. Noch am Dienstag hatte Jürgen Schön während
der gemeinsamen Sitzung der Fraktion und des Landesvorstandes der am Vortag verbreiteten
Erklärung des Fraktionsvorstandes zum Austritt von Mirko Schmidt zugestimmt.
Entschieden weise ich den Vorwurf zurück, unsere Fraktion würde ehemalige Mitglieder
bedrohen. Herr Schön gab in seinem Schreiben an, er fühle sich ¸seitens
rechtsradikaler Elemente‘ in Leipzig verfolgt. Offenbar beabsichtigt er, die Diktion
seines Freundes Mirko Schmidt zu übernehmen, der behauptet hatte, die NPD-Fraktion
verlange von ihren Mitgliedern und Mitarbeitern ein Bekenntnis zum Nationalsozialismus.
Darauf deutet auch die Äußerung von Herrn Schön gegenüber einer
Nachrichtenagentur hin, die NPD habe es versäumt eine ¸Vergangenheitsbewältigung‘
zu betreiben. Bisher war von ihm nichts in dieser Richtung zu hören.
Ebenso absurd ist der Vorwurf von Herrn Schön, die NPD sei eine ¸heidnisch-
atheistische Partei‘. Die NPD hat stets Wert auf ihre weltanschauliche Neutralität
gelegt. In unserer Fraktion gibt es neben konfessionslosen Abgeordneten wie Uwe Leichsenring
und Holger Apfel auch Mitglieder und Mitarbeiter, die sich dem christlichen Glauben verbunden
fühlen. So ist z.B. der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Johannes Müller
evangelischer Christ, der Fraktionsgeschäftsführer Peter Marx ist als Katholik
Mitglied des Arbeitskreises ¸Christen in der NPD‘.
Wer solche wahrheitswidrigen Erklärungen verbreitet, darf sich nicht wundern, wenn wir
in unseren Stellungnahmen auch kein Blatt vor den Mund nehmen und klar sagen, was wir von den
vom Verfassungsschutz betreuten ¸Aussteigern‘ halten."