Nach Agenturmeldungen planen die beiden aus der NPD ausgetretenen Landtagsabgeordneten Mirko
Schmidt und Klaus Baier die Gründung einer "Sächsischen Volkspartei".
Dazu erklärte der NPD-Fraktionsvorsitzende und stellvertretende sächsische
Landesvorsitzende Holger Apfel:
"Nachdem der sogenannte Verfassungsschutz nach Medienberichten schon länger mit den
Herren Schmidt und Baier in Kontakt stand, steht nun die offizielle Gründung einer
eigenen Filiale des Geheimdienstes im Sächsischen Landtag bevor. Die Abkürzung SVP
stimmt schon, nur der ausgeschriebene Name müßte eigentlich Sächsische
Verfassungsschutzpartei heißen. Das käme der Wahrheit näher. Noch vor wenigen
Tagen dementierte Klaus Baier eifrig, daß er die Gründung einer neuen Partei plane.
Soviel zur Glaubwürdigkeit dieses Herrn.
Herr Schön aus Leipzig ziert sich noch etwas. Er möchte doch lieber zur CDU, die
ihn aber (noch?) nicht haben will. Deshalb versucht es Schön weiter mit markigen Worten
gegen seine einstigen Kameraden: Die NPD sei für ihn ¸eine klare Feindpartei‘.
Inzwischen wurde durch einen Artikel in der heutigen Ausgabe der "tageszeitung"
bekannt, daß auch Schön Kontakte zum Landesamt für Verfassungsschutz gehabt haben soll,
was dieser bisher bestreitet.
Nach einigen Tagen des Nachdenkens wird wohl auch Herr Schön seinen Weg zur Partei der
¸Verfassungsschützer‘ finden.
Wir Nationaldemokraten werden die SVP von heute an als das brandmarken, was sie ist: eine
Agentur der Spitzelbehörde, die verhindern soll, daß die nationale Opposition in Sachsen
weiterhin Erfolg haben wird.
Ein Blick zurück in die Geschichte zeigt allerdings, daß derartigen Neugründungen
kein langes Leben beschieden ist. Die sächsischen Wählerinnen und Wähler
werden trotz der derzeitigen Irritationen auch in Zukunft das Original wählen - die NPD."